In der Gemeinde gibt es noch Restbestände der Ortschronik aus dem Jahr 1983 zu kaufen.
Ebenso kann das neue Buch (2012) der Haus und Hofchroniken erworben werden.

Geschichte

Die Geschichte Langenneufnachs ist durch die Jahrhunderte hinweg gekennzeichnet von wechselnden Grundherrschaften, von harter Arbeit, aber auch von der Liebe zur Heimat, zum unverwechselbaren Landschaftsraum der "Stauden".

Nach den vorliegenden Unterlagen wurde Langenneufnach erstmals im Jahre 981 in einer Schenkungsurkunde über ein Gut in Reinhartshofen an das Kloster Sankt Ulrich und Afra in Augsburg genannt. Neben Zeugen aus Fischach, Tronetshofen und Siegertshofen fand darin auch ein "Henricus de Nifenahe" Erwähnung.

Die Gründung der Pfarrei geht auf das achte Jahrhundert zurück. Das Gotteshaus, dem heiligen Bischof Martin geweiht, ist im spätgotischen Stil errichtet. Später folgte durch Martin Stiller ein barocker Umbau.

Im Lauf der Jahrhunderte entwickelte sich aus den Namen Nifenaha, Neifnach und Langenneiffnach der heutige Ortsname.

Der Name Neufnach entstammt den keltischen Worten "Nif" oder "Nifen", die dunkel, neblig oder dunstig bedeuten. Dies belegt, dass die Gegend um Langenneufnach bereits zur Zeit der Kelten besiedelt war. Die Landschaft präsentierte sich demzufolge als sumpfiges oder feuchtes Flusstal.

Jahrhunderte später beschrieb ein österreichischer Obrist auf seiner 1756 gezeichneten topografischen Karte Langenneufnach als ein "langes Dorf mit zwei Mühlen und 78 Feuerstätten". Der Feldbau sei zwar sehr umfangreich, aber an einigen Stellen so schlecht, dass die Bewohner kaum die Saat ernten. Holz sei dagegen in Überfluss vorhanden. "Im Dorf befinden sich viele Leinweber", führte er seine Beschreibung fort.

Heute ist Langenneufnach, inklusive den Ortsteilen Habertsweiler und Unterrothan eine der größten Gemeinden im waldreichen "Stauden"-Gebiet. Sie ist seit 1978 Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Stauden. Ihr gehören noch die Gemeinden Mittelneufnach, Mickhausen, Scherstetten und Walkertshofen an. In der Verwaltungsgemeinschaft leben rund 6100 Einwohner.

Idyllisch im Tal der Neufnach gelegen, ist Langenneufnach das längste Dorf im "Naturpark Augsburg - Westliche Wälder". Vor allem die Ortsumgebung bietet dem Naturfreund zahlreiche Schönheiten.

Besonders das Bärenbach- und Augrabental gestalten sich noch sehr ursprünglich. Auf dem Staudenmeditationsweg von Unterrothan nach Willmatshofen liegen die gut erhaltenen Wallreste der Viereckschanze Brennburg, eine keltische Kultstätte von beachtens-wertem Rang.

Seit 1996 hat es die Gemeinde übrigens schwarz auf weiß: Beim Kreisentscheid des Bundeswettbewerbs "Unser Dorf soll schöner werden - unser Dorf hat Zukunft" gewann die Kommune in ihrer Kategorie den Titel.

Die Jury hob unter anderem die schönen Seitentäler Langenneufnachs hervor. Weiter habe es die Gemeinde verstanden, mit der Ausweisung von Gewerbegebieten Arbeitsplätze vor Ort zu schaffen.


Trotz der Entwicklung zu einem modernen, leistungsfähigen Gemeinwesen mit einer intakten Infrastruktur konnte Langenneufnach seine Schönheiten, seine ländliche Struktur und sein ursprüngliches Flair weitgehend bewahren.

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